Laboratorio MADALENA

Ein Projekt mit und für Frauen und Mädchen unterschiedlicher Herkunftsländer, die in Wien leben.

Abgeschlossenes Projekt.

Projektbeschreibung

Arbeitsprämissen:

Dieses Generationen und Kulturen übergreifende Kleinprojekt versteht sich als Pilotprojekt, auf Grund dessen Erfahrungen hin (im Rahmen von Folgeprojekten mit unterschiedlichen Projektpartnern) weiterhin nachhaltige und zukunftsweisende Frauen- und Mädchenarbeit in der Stadt Wien entwickelt und geleistet werden soll.
Den am Projekt teilnehmenden Frauen und Mädchen sollen durch selbst erlebte theaterpädagogische Prozesse Kompetenzen vermittelt werden, die sie selbst dazu motivieren als Akteurinnen für Gendergerechtigkeit in ihrem Alltag und alltäglichem Umfeld aktiv zu werden

Projektziele:

Durch die Teilnahme an einem mehrmonatigem prozessorientiertem theaterpädagogischem Labor soll den teilnehmenden Mädchen und Frauen folgende Kompetenzen vermittelt werden:

Arbeitsphase 1:

  • Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung durch spezifische Körperarbeit, theaterpädagogische Wahrnehmungs – und Sensibilisierungsübungen
  • Stärkung der Fähigkeit Grenzen zu setzen und zu wahren
  • Sensibilisierung für das Erkennen von Alltagsgewalt und Entwickeln von Coping – Strategien
  • Solidarisierung und Stärkung der Empathiefähigkeit mit Frauen aus anderen kulturellen Kontexten

Arbeitsphase 2:

  • Stärkung der Ausdrucksfähigkeit, durch Rollenspiel, szenische Analyse und dialogisches Training
  • Stärkung der eigenen Kreativität als Ressourcenpool zur Strategieentwicklung für gesundes Durchsetzungsvermögen und zum erfolgreichen Verfolgen der eigenen Ziele

Arbeitsphase 3:

  • In Kontakt treten mit der Umwelt durch (interaktive) Aufführungen, welche aktuelle und konkrete Anliegen der Frauen und Mädchen thematisieren und zur Diskussion mit dem Publikum stellen.

Projektinhalt:

Mit theaterpädagogischen Mitteln des partizipatorischen autopoietischen Theaters Augusto Boals (unter Einsatz unterschiedlicher künstlerischer und darstellerischer Zugänge) und körpertherapiebezogenen Methoden somatischen Lernens von Moshé Feldenkrais, soll ein Forschungsraum für Frauen und Mädchen aus unterschiedlichen Kulturkreisen eröffnet werden, der diese darin stärkt, ein autonomes, selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Leben zu führen.

Den Teilnehmerinnen sollen Erfahrungen zugänglich gemacht werden, die diese darin bestärken,

  • Grenzen wahrzunehmen und zu setzen
  • Konflikte und Herausforderungen zu benennen und
  • Strategien zu ihrer Bewältigung zu entwickeln
  • an der Gestaltung des Alltags aktiv zu partizipieren

Während des Arbeitsprozesses wird den Teilnehmerinnen auch Basiskompetenz für das selbst Anleiten von ähnlichen Prozessen vermittelt. Durch die transkulturelle Zusammensetzung der Gruppe soll eine verstärkte Solidarisierung der Frauen untereinander erreicht werden, die Gewalt aktiv entgegen tritt.

 

Zielgruppe:

Das Projekt richtet sich an Frauen und Mädchen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund, die in Wien leben. Besonders zur Teilnahme eingeladen sind Aktivistinnen aus NGO’s, die sich ihrerseits wiederum mit den Belangen von Frauen, Gendergerechtigkeit, Gewaltfreiem Leben, mit von Missbrauch und Gewalt betroffenen Frauen auseinandersetzen. Dadurch soll ein Multiplikationseffekt zur Sensibilisierung durch den Einsatz künstlerischer Methoden erreicht werden.

An den Workshops können zwischen 12 bis 20 Frauen und Mädchen teilnehmen.

Projektdurchführung:

Das Projekt wird von einem erfahrenen Team von Theaterpädagoginnen unter der Leitung von Mag.a Dr.in Birgit Fritz durchgeführt. Trägerverein des Projekts ist der Verein InExActArt.

 

mit Unterstützung durch

 

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